Ja, ich war gestern auf einem Konzert der Rother Bluestage 2009. Genauer gesagt wars ein Doppelkonzert, wobei erst ein Solokünstler aus Norwegen mit dem nicht unbedingt bluesigen Namen Bjorn Berge auftrat. Natürlich, die Aussage zwecks des nicht-bluesigen Namens ist in Zeiten globaler Blueskultur vielleicht zweifelhaft, aber egal. Ich merke gerade, dass MA schreiben leicht verrückt macht. Dieses ständige Hinterfragen der Prämissen dessen, was man da gerade geschrieben hat… Naja, ich versuche euch zumindest hier davon zu verschonen… Also, dieser Bjorn Berge legte dann auch los. Anfangs war ich etwas irritiert – was nicht zuletzt daran lag, dass der Sound ziemlich grottig abgemischt war. Das wurde aber nach den ersten beiden Songs besser, und ich hab mich dann auch reingehört in die grenzgängerische Art und Weise des Herrn Berge auf seiner akkustischen Gitarre Blues zu spielen. Und ich muss sagen: Hammer. Dieser Mann hats mal drauf. Ich muss dem leicht bis ordentlich angetrunkenen Mittelfranken, der am Ende des Konzertes draußen beim Rauchen meinte „Ey, Wahnsinn was mer mid so anner Glambfn alles machn ko“ (ungefährer Wortlaut) absolut rechtgeben. Nebenher hat der Künstler (und bei ihm kann man wirklich davon sprechen) auch noch einen sypathisch-selbstüberzeugten, humorvollen und charismatischen Auftritt geliefert. Für mich eindeutig die Überraschung des Abends, hätte nicht gedacht, dass das so gut wird… (mehr…)
Finally… the Hip Hop Review for 2008 März 3, 2009
Dieser Post wird wohl nur für die wenigsten meiner Leser irgendeine Art Bedeutung haben, weil ich hier mein persönliches Hip Hop Jahr 2008 Revue passieren lasse. Ja, das wird nach über zwei Monaten des Jahres 2009 noch eine der unglaublich nervigen Listen a la „Der hässlichste Promi 2008″, „Die bescheuertste TV-Show 2008″, „Die Bilder des Jahres 2008″ oder aber „Bravo Hits 2008″. Egal wie nervig und abstoßend solche Listen auch sein mögen – ja, auch für mich trifft diese Sichtweise zu – sie haben doch ihren Charme und auf eine seltsame Art und Weise steh ich auch drauf. Ambivalenz nennt man so etwas wohl, und Ambivalenz ist ja etwas, das in meinen Studienfächern durchaus guten Ruf genießt. So, und nun geht es also auf zur Kür. Bin gespannt, auf wieviele sinn- und aussagelose Listen ich am Ende kommen werde…
Was ich bereits jetzt zweifelsohne sagen kann ist folgendes: Mein unumstrittenes Album des Jahres ist das geniale, relaxte Tobacco Road von der Hip Hop Kombo Common Market aus Seattle. Ja, genau, aus Seattle. Das ist nun nicht gerade eine Stadt, die als Metropole der Hip Hop Kultur bekannt ist, aber ich bin im vergangenen Jahr gleich auf zwei Gruppen von dort gestoßen, die mich absolut beeindruckt haben. Neben Common Market waren das die Blue Scholars, deren letztes Album Bayani wohl auch der einzig wirkliche Konkurrent für Tobacco Road gewesen wäre, wenn es nicht schon 2007 erschienen wäre. Tja, so sind es halt Common Market, die den völlig bedeutungslosen Preis für „Jon’s Hip Hop Album of the Year 2008″ einheimsen können. Herzlichen Glückwunsch, auch wenn die Jungs davon aller Vorraussicht wohl nie etwas erfahren werden. Näheres zum Album des Jahres dann, bei Interesse, weiter unten… (mehr…)
There Ain’t no Black (Atlantic) in the Union Jack September 9, 2008
Ich bin mal sehr, sehr gespannt, wer mit dieser Überschrift was anfangen kann. Derjenige, der den Gag (auch wenn er nicht lustig ist) entschlüsseln kann, der bekommt von mir eine Packung Gummibärchen. Wenn das mal keine Motivation ist…
Schon wieder ein neuer Monat September 1, 2008
Und deshalb schreibe ich gleich an dessen erstem Tag einen Eintrag. Auch wenn mir nicht ganz klar ist, worüber. Es ist zwar viel passiert in den letzten Wochen, aber irgendwie war es fast schon ZU viel des Guten, was da auf einen zukam. Aus dem Urlaub zurück, am nächsten Tag auf die Arbeit, am Donnerstag drauf um 8.15 in Nürnberg am Hbf gings schon wieder weiter zum HipHop Kemp, am Montag Abend davon zurückgekommen. Dann erstmal ausschlafen, dann die Organisation der Feier am Wochenende nochmal forciert und die Wohnung wieder auf Vordermann gebracht. Ja, und nach einem Tag Erholung sitze ich nun hier in der Sozibib und schreibe diese Zeilen… Ein ereignisreicher, daher stressiger, aber insgesamt dennoch schöner Monat ist damit zu Ende…
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Dies und das… Juni 30, 2008
… sollen heute Thema des ersten Blogeintrags seit langem sein. Immerhin schaffe ich es so, dass im Juni überhaupt noch ein Eintrag hier rein kommt, und es nicht einfach leer bleibt in diesem Monat. Was bringt es mit sich, wenn man nur noch so selten zum Bloggen kommt? Zum einen natürlich, dass man sich auf das Relevante beschränken muss, und die kleinen Ereignisse, die einen Blog manchmal beleben, einfach hinten an stellen muss – nicht zuletzt, weil man vieles bloggenswerte Kleinzeug der letzten Wochen einfach schon wieder vergessen hat. Zum anderen bringt es natürlich auch mit sich, dass man das Relevante relativ prägnant zusammenfassen muss, um nicht in die Gefahr zu geraten einen Roman zu schreiben (wobei es schwierig werden dürfte im Rahmen eines Blogeintrags Pynchon’sche Textlängen zu erreichen – es bleibt also schlimmstenfalls beim Kurzroman). Nun gut, nachdem wir uns dieser Problematik bewusst geworden sind (und damit bereits sowohl dem Relevanz- als auch dem Prägnanzprimat, das wir soeben selbst aufgestellt haben, entgegen gehandelt haben) wollen wir uns also nun tatsächlich den Ereignissen der letzten Wochen widmen, ohne Anspruch auf korrekte chronologische Abfolge eben dieser Ereignisse. Auch deren kausale Verknüpfung muss auf Grund der Straffung leider entfallen – dies soll nun aber nicht implizieren, dass zwangsläufig jedes der Ereignisse irgendwie kausal mit den anderen verknüpft sei. Daher wäre es wohl treffender zu sagen, dass auf die narrative Konstruktion kausaler Zusammenhänge verzichtet wird, in Rücksichtnahme auf den armen, überstrapazierten Leser, der sich wahrscheinlich bereits an diesem Punkt die Frage stellt, warum in aller Welt der Autor dieses Blogs denn so ein verfickter Klugscheißer sein muss. Da auch diese Frage den Rahmen sprengen würde, will ich auch deren Beantwortung dem Leser überlassen – da mich die meisten dieser Leser sicherlich kennen, werden die da schon ihre Theorien dazu haben. So, und nun: let’s get into that shit…
Me, Once Again… Mai 22, 2008
Ja, die Überschrift ist alles andere als innovativ, ich weiß. Aber ich habe auch nicht vor mit meinem Blog irgendwelche Preise für Kreativität oder Innovation zu gewinnen, von dem her sollte das schon in Ordnung gehen. Nachdem ich jetzt ziemlich genau 1 1/2 Monate gar nichts geschrieben hab, solltet ihr eigentlich froh sein, dass überhaupt wieder etwas kommt – und es gibt auch tatsächlich einige News…
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After exactly 9,100 Visitors… April 6, 2008
… it’s time for me to post another entry, I guess.
Tja, es ist ja nun schon eine Weile her, dass ich das letzte Mal hier etwas reingeschrieben hab. Aber: nicht annähernd so lange, wie sich ein gewisser Herr 42 Zeit lässt. Außerdem stellt sich mir momentan ständig die Frage, über was ich denn so bloggen sollte. Nun ja, ich fange wohl mal an mit dem Projekt für die letzte Semesterwoche: Das wäre dann nämlich die Hausarbeit in Frau Kleys Seminar zu den karibischen und kanadischen rewritings von „Bill“ Shakespeares The Tempest. Da werde ich versuchen, gewisse Strukturen und Charaktere der Adaption von Aime Cesaire mit Hilfe von Frantz Fanons Theorien zu lesen, bzw. zu analysieren. Ich hab für den Zweck auch gleich mal drei der wesentlichen Werke von Fanon gelesen – Black Skin, White Masks, A Dying Colonialism und The Wretched of the Earth. Das war natürlich ein ganz schöner Brocken an Literatur, aber verdammt interessant zu lesen und darüber zu reflektieren. Naja, und nun werde ich das ganze dann halt in meiner Arbeit verwursten. Hoffentlich erfolgreicher, als in der Arbeit für Herrn Zapfs Seminar – das war nämlich die mit großem Abstand schlechteste Hausarbeit, die ich bisher geschrieben hab. Ich bezweifle stark, dass ich dafür nen Schein bekomme. Zwar meint nahezu jeder, der mich einigermaßen annähernd kennt, dass bei meinen Ansprüchen eine mir als „grottenschlecht“ erscheinende Arbeit bestimmt trotzdem noch eine 2 vor dem Komma hat, aber: Ihr habt die Arbeit nicht gelesen. Das war wirklich elend. Das einzige, was da halbwegs gepasst hat, war das Formale. Es bleibt spannend. Ich behaupte weiterhin: bestenfalls eine 3,7 – aber ich werde euch up-to-date halten…
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Transatlantic Radicalism and a Week’s Program… Februar 25, 2008
Diese Woche steht bei mir die Hausarbeit zu Marcus Garveys Universal Negro Improvement Association im transatlantischen, radikalen Kontext auf dem Programm. Mal wieder eine Proseminararbeit, die erste in Soziologie. Netterweise mit einem Thema, das ich wohl genauso auch in Amerikanistik schreiben hätte können. Von dem her mache ich mir da mal keine großen Sorgen. Es sollte schon drin sein 12 bis 15 Seiten in einer Woche zu Papier zu bringen – zumal man ja auch mal ehrlich sagen muss, dass eine PS-Arbeit für mich nicht mehr das große Problem darstellen sollte bzw. dürfte. Irgendwie müssen sich sieben Semester Studium ja niederschlagen… Naja, die Einleitung steht bereits, die Gliederung auch, und heute Nachmittag werd ich dann weiterschreiben und die Begriffe in einer Art „Theorieteil“ mal definieren. Dank der Texte aus dem ausführlichen Reader (der nebenher sehr gut als Waffe zur Selbstverteidigung dienen konnte, falls man um 20 Uhr nach dem Seminar Angst hatte durchs dunkle Erlangen zu laufen) dürfte auch das kein allzugroßes Problem werden. Naja, ich bin also guter Dinge, dass sich das alles diese Woche in Wohlgefallen auflöst und ich die Arbeit fertig habe und nächsten Montag abgeben kann. Danach widme ich mich wieder meiner HA für Herrn Zapf, die ich diese Woche nicht weiterschreiben kann, weil einige der wichtigen Bücher vorgemerkt waren und ich die am Freitag zurückgeben musste. Tough luck. Aber immerhin krieg ich so schon mal die kleinste der Hausarbeiten weg, ist ja auch positiv. (mehr…)
Holding the Mic like a Memory… Januar 20, 2008
… is a quotation from one of my favorite songs of all time, the Cunninlynguists’ „Mic like a Memory“ from their 2001 debut album Will Rap for Food.
Nun habe ich gestern Abend ein wenig über diesen Song nachgedacht, sowohl auf persönlicher Ebene, als auch auf der Ebene des Kontexts Hip Hop Kultur. Und hier nun eine Erklärung, die bereits am 6. Dezember hätte kommen sollen, als sich jemand furchtbar darüber amüsierte, dass ich eine Kategorie „Hip Hop“ und eine Kategorie „Musik“ habe. Das hat den einfachen Zusammenhang, dass nunmal Hip Hop etwas ist, dass KRS One einmal mit den Worten „something you live“ bezeichnete – oder, allgemeiner gefasst: Hip Hop ist eine Kultur, oder eine kulturelle Bewegung. Die Musik, die sich in diesem Kontext entwickelte, ist *Trommelwirbel* Rap. Rap wiederum vereinte ursprünglicherweise (und das tut es heute eigentlich auch noch) die Kunst des DJing mit der des rappin(g). So einfach lässt sich erklären, warum ich einerseits einen Bereich „Hip Hop“ auf dieser Seite habe, und andererseits einen Bereich „Musik“. (mehr…)
Beautiful Music… Dezember 8, 2007
… ist etwas, das die Cunninlynguists schon seit einigen Jahren machen. Mittlerweile ist das vierte Studioalbum der Gruppe aus Kentucky draußen, und ich habe es mir heute mal angehört und sofort gekauft ohne zu zögern. Der Name des guten Teils (und gut ist es definitiv!) ist Dirty Acres, das Cover seht ihr neben diesen Zeilen hier.
Schön ist zu sehen, dass die Jungs im Laufe ihrer vier Alben durchaus eine interessante Entwicklung durchgemacht haben, und ihr Sound sich mittlerweile schon recht stark von dem unterscheidet, den sie zu Zeiten von Will Rap for Food (2001) gepflegt haben. (mehr…)
