… sollen heute Thema des ersten Blogeintrags seit langem sein. Immerhin schaffe ich es so, dass im Juni überhaupt noch ein Eintrag hier rein kommt, und es nicht einfach leer bleibt in diesem Monat. Was bringt es mit sich, wenn man nur noch so selten zum Bloggen kommt? Zum einen natürlich, dass man sich auf das Relevante beschränken muss, und die kleinen Ereignisse, die einen Blog manchmal beleben, einfach hinten an stellen muss – nicht zuletzt, weil man vieles bloggenswerte Kleinzeug der letzten Wochen einfach schon wieder vergessen hat. Zum anderen bringt es natürlich auch mit sich, dass man das Relevante relativ prägnant zusammenfassen muss, um nicht in die Gefahr zu geraten einen Roman zu schreiben (wobei es schwierig werden dürfte im Rahmen eines Blogeintrags Pynchon’sche Textlängen zu erreichen – es bleibt also schlimmstenfalls beim Kurzroman). Nun gut, nachdem wir uns dieser Problematik bewusst geworden sind (und damit bereits sowohl dem Relevanz- als auch dem Prägnanzprimat, das wir soeben selbst aufgestellt haben, entgegen gehandelt haben) wollen wir uns also nun tatsächlich den Ereignissen der letzten Wochen widmen, ohne Anspruch auf korrekte chronologische Abfolge eben dieser Ereignisse. Auch deren kausale Verknüpfung muss auf Grund der Straffung leider entfallen – dies soll nun aber nicht implizieren, dass zwangsläufig jedes der Ereignisse irgendwie kausal mit den anderen verknüpft sei. Daher wäre es wohl treffender zu sagen, dass auf die narrative Konstruktion kausaler Zusammenhänge verzichtet wird, in Rücksichtnahme auf den armen, überstrapazierten Leser, der sich wahrscheinlich bereits an diesem Punkt die Frage stellt, warum in aller Welt der Autor dieses Blogs denn so ein verfickter Klugscheißer sein muss. Da auch diese Frage den Rahmen sprengen würde, will ich auch deren Beantwortung dem Leser überlassen – da mich die meisten dieser Leser sicherlich kennen, werden die da schon ihre Theorien dazu haben. So, und nun: let’s get into that shit…
Die Umzugsplanungen sind abgeschlossen. Die Wunschwohnung haben wir bekommen, ziehen nun also Ende Juli in Nürnberg ein. Und zwar in der Nähe des Aufseß- und des Kopernikusplatzes, genauer gesagt in der Humboldtstraße 104. Am 10. Juli bekommen wir die Schlüssel, am darauf folgenden Wochenende wird renoviert (vor allem also gestrichen), und am 18. bis 20. Juli wollen wir dann auch richtig einziehen. Die Küche werden wir dann wohl erst Anfang August bekommen, aber solange werden wir uns einfach provisorisch irgendwie behelfen. Außerdem kann es ja nichts schaden, schon mal Einblick in die Qualität der diversen Essenslieferservice der Gegend zu bekommen…
Bis zu diesem Einzugstermin wird dann auch das Semester vorbei sein, was bedeutet: Die Hausarbeit aus dem letzten Semester (das Shakespeare-Rewriting-Seminar) wird abgegeben sein, die beiden Sozi-Klausuren geschrieben (und hoffentlich bestanden), und auch das AK LitWi-Tutorium wird vorbei sein, das mir im Übrigen selbst sehr viel gebracht hat. Bis Ende August wird dann noch in der Wohnung gearbeitet, eine Woche Dienst in der Anglistik-Bib steht an, und die Hausarbeit zu Michel Foucault und seinem Werk Überwachen und Strafen wird ebenfalls in diesem Monat geschrieben (der letzte Soziologie-Schein für die ZP in der Theorie-VL). Außerdem sind, um zum extrem angenehmen Teil der Ferien zu kommen, folgende Urlaubsplanungen vorhanden:
- Hip Hop Kemp in Tschechien (22. bis 24. August), mit richtig geilem Line-Up featuring The Roots, Atmosphere, Pharoahe Monch, eMC, Army of the Pharaohs, Zion I, Mr. Lif und viele mehr. Wird saugeil, behaupte ich einfach mal.
- Ein zehn- bis zwölftägiger Urlaubstrip nach Norditalien, mit Zwischenstopps auf dem Weg (u.a. im Tessin in der Schweiz), zusammen mit Lisa. Wird sicher entspannend, interessant, toll. Ich freu mich drauf!
Ansonsten werden dann der September und der Oktober wohl eher stressig, da ich in diese beiden Monate nahezu meine komplette Arbeit in den Ferien gelegt habe. Im September drei Wochen Bib-Dienst (2 in Sozi, eine Anglistik) und im Oktober nochmal zwei (beide Sozi), bis dann das Semester Mitte des Monats wieder losgeht. Im kommenden Semester werd ich dann wieder Tutorien zu den LitWi GKs der Amerikanistik anbieten, außerdem HiWi bei Alexandra Ganser sein. Und nebenher noch ein wenig studieren, und dafür wesentlich mehr Arbeit in die Magisterarbeit investieren. Schließlich will man ja auch mal fertig werden mit dem Studium.
A propos fertig werden, dieses verlängerte Wochenende (Examenskurs am Freitag fiel mal wieder aus) habe ich zu ausgiebiger Feierei des Abis von Lisa genutzt – Zelten auf dem Schulsportplatz mit Lagerfeuer am Donnerstag (Abend vor dem Abistreich), ordentlicher Sonnenbrand auf eben jenem Abistreich, und am Samstag und frühen Sonntag mal wieder fein im Anzug abgestylt. Auch wenn die beiden Planter’s Punch wohl nicht mehr hätten sein müssen – das Bier hätt’s auch getan…
So, in diesem Sinne wünsche ich allen eine schöne Woche und bin gespannt, wann ich den nächsten Eintrag schreiben werde. We’ll see, and up until then: Peace, I’m out!
P.S.: Nachdem ich letzte Woche für meine Magisterarbeit mal einen kleinen Einblick in den deutschen Gangsta-Rap gewagt habe, will ich euch meine ersten Erkenntnisse dieser formalästhetisch und inhaltlich überragenden Gattung der Rapmusik nicht enthalten. Hier also nun eines der absolut gelungensten Stücke von einem der lyrisch hochbegabtesten Rapper unserer Zeit, Massiv. Genau. Der Typ, der angeschossen wurde. Und soviele Steroide gefressen hat, dass er sich weder vernünftig bewegen kann, noch in der Lage ist, phonetisch annähernd korrekt die deutsche Sprache zu artikulieren. Als Beispiel abschreckendster Art ist mir hierbei das “Ghettolied” im Kopf geblieben, das wohl ein Meilenstein im persönlichen Schaffen dieses “Künstlers” ist – aber überzeugt euch bitte selbst:
1) das wusste ich schon alles!
). und ich ihre texte sind clever! wenn du das raus lässt, dann zieh ich die genderkarte, mein freund.
2) dein anzug war nicht fein. du hast keine krawatte getragen.
3) massiv hat auch ein schönes lied. gut, er kann nicht rappen – aber das ist es völlig irrelevant. es geht um die hintergrundmelodie.
4) das neue von sido find ich super. nicht, weil es gut ist. das wäre bei sido doch beschönigend. es geht eher darum, dass er sich der gesellschaft beugt und solch ein scheiß lied auf den markt geworfen hat. wenn danach nicht ein arschficksong teil8 kommt, dann zweifel ich wirklich an seinem verstand bzw. seinem rückgrad.
5) lady bitch ray kommt hoffentlich auch vor, weil die frau ist wirklich gut (du bist krank – und definitiv ich hasse dich. das ist wirklich gut
6) den sonnenbrand hast du auch verdient… sonnencreme ist keine erfindung des gestrigen tages.
1) Ich will auch mal wieder auf einen Abiball. Vorzugsweise, um das Solo von “Easy” nochmal ohne Fehler zu spielen.
2) Du hast im September eine entscheidende Sache vergessen: Meine Rückkehr und den damit einhergehenden Umtrunk. Und sag net dafür hast ka Zeit!
3) Ich freu mich aufs neue Semester. Wenn Du zufällig hörst, dass jemand noch einen Tutoren sucht, dann sag bescheid und bring mich mal ins Gespräch;)
4) Ich werd mich für das Buddyprogramm mit den Austausch-Amis bewerben.
5) Wir müssen mal unsere Stundenpläne für nächstes Sem. abgleichen – vielleicht findet sich ja was was wir beide haben
Peace!
Hab mir Massiv, Ghettolied jetzt auch mal angehört. Wirklich grausam.
Ist der kommerziell erfolgreich? (Ich hoffe nicht.)
Bis heute Abend =)