Ja, die Überschrift ist alles andere als innovativ, ich weiß. Aber ich habe auch nicht vor mit meinem Blog irgendwelche Preise für Kreativität oder Innovation zu gewinnen, von dem her sollte das schon in Ordnung gehen. Nachdem ich jetzt ziemlich genau 1 1/2 Monate gar nichts geschrieben hab, solltet ihr eigentlich froh sein, dass überhaupt wieder etwas kommt – und es gibt auch tatsächlich einige News…
Nun ja, was gibts Neues? Als erstes wohl, dass ich in 3,5 Stunden in den RE nach Regensburg einsteigen werde, um mir mit Tomi zusammen das Wochenende über in Regensburg auf der Konferenz zum Thema “Commodifying Post-Colonialism” ein wenig (Fort-)Bildung zu geben. Mal schauen, was ich da so mitnehmen kann – Amerikanisten sind angeblich selten gesehene Gäste auf diesen Konferenzen in Regensburg (wen wunderts – im Vergleich zu Anglisten haben Amerikanisten halt nunmal nicht soviel geographischen Raum, auf dem man sich primär mit postkolonialen Phänomenen auseinandersetzen kann). Aber interessant wirds bestimmt trotzdem werden.
Ansonsten ist das Semester wieder losgegangen, mit einigen wirklich interessanten Seminaren, und einigen wenigen nicht ganz so berauschenden Seminaren. Insgesamt hab ich mir aber mal wieder zuviel aufgehalst. Man wird halt doch nie schlauer – auch wenn für das nächste Semester schon ein Minimalprogramm beschlossene Sache ist. Im Idealfall ist dann nur noch ein Soziologie-HS zu besuchen und eine Magisterarbeit zu schreiben. Und dann vielleicht noch ein, zwei Amerikanistik-Seminare, und ein Soziologie-PS zusätzlich – damit ich zumindest mit einem einigermaßen beruhigten Gewissen sagen kann, ich habe nicht nur das absolute Minimalprogramm in Sozi durchgezogen…
Thema Magisterarbeit: Da habe ich inzwischen mal mit meiner vorraussichtlichen Betreuerin – wen wunderts, es ist Frau Kley – gesprochen, und die stand meiner Idee einer MA zum Themenbereich Gangsta-Rap sehr offen gegenüber. Sie meinte zwar, dass sie mir kaum Material zu der Sache empfehlen könnte, aber das ist an sich nicht das große Problem. Da hat unsereiner ja glücklicherweise schon seit dem 5. Semester vorgebaut und sich vieles, was es so zu amerikanischem HipHop gibt, besorgt, und es teilweise auch schon durchgearbeitet. In die deutsche Szene, die ja aller Vorraussicht nach in der Arbeit auch viel Raum einnehmen wird, muss ich mich halt noch einlesen und einhören. Aber es gibt schlimmeres (auch wenn es mir vor dem Hören von deutschem Gangsta-Rap teils schon sehr graust, aber hey – wie sagte Herr Zapf schon im GK Literaturwissenschaft: Kunst muss auch ausgehalten werden…). Naja, im Sommer werd ich das wohl dann mal large scale in Angriff nehmen. Und wenn alles gut läuft, dann wird die Arbeit schon im kommenden Wintersemester fertig. Das wäre ja mal was…
Ansonsten ist die größte Neuigkeit für viele wohl, dass ich im Sommer umziehen werde – und zwar nach Nürnberg. Das liegt zum einen daran, dass mich die Erlanger “Kultur” langsam beginnt anzunerven (außer der Unternehmenskultur eines großen multinationalen Konzerns und dem studento-proletischen Pseudo-Nachtleben gibt es hier nunmal nicht allzuviel – wenn man mal von den zwölf Tagen Berg im Jahr absieht). Und da mich auch das isolationistische Dasein in diesem Studentenwohnheim hier durchaus annervt und ich einfach mal was neues erleben möchte, werd ich also im Sommer nach Nürnberg in eine WG ziehen. Zusammen mit Lisa (das ist meine Freundin, für alle die es noch nicht mitbekommen haben
) und Juli, aller Vorraussicht nach. Und wenn irgendwie möglich dann in die Südstadt oder nach Gostenhof. Die ersten Wohnungen sind bereits gesichtet, und neben einigen sehr unterhaltsamen Begegnungen (ich empfehle jedem, der etwas Zeit übrig hat, eine Wohnungsbesichtigung mit dem Herrn Obucina von Obucina Immobilien – das ist definitiv Entertainment pur) haben wir gestern auch eine wirklich extrem gute 3,5 Zimmer Wohnung in der Südstadt gefunden. Humboldtstraße (da musste ich gleich an Sas und ihre MA denken, noch zu Liebau-Zeiten), direkt am Kopernikusplatz. Schöne Gegend, geräumige Wohnung, geiler Balkon, erster Stock, gute Verkehrslage… Und auch noch zahlbar. Das wäre auf jeden Fall eine coole Sache wenn das klappen würde. Aber andere Wohnungen stehen auch noch auf dem Programm. Ich muss dann ja nicht mehr so oft nach Erlangen an die Uni (das maximum von dreimal die Woche hab ich mir schon gesetzt), von dem her wäre auch die Anreise nicht das große Problem. Wenn jetzt noch ein Semesterticket käme, dann wär das natürlich noch ein Sahnehäubchen obendrauf. Auf jeden Fall freu ich mich schon drauf, mal wieder was neues zu erleben, und werde also nach 25 Jahren wieder in meine Geburtsstadt zurückkehren. Geile Scheiße, y’all…
Und wo wir beim Thema geile Scheiße sind, will ich an dieser Stelle abschließend ein Video posten von Gruf, einem kanadischen Underground-Rapper, der es definitiv mal drauf hat. Sein Album Hopeless von 2005 läuft bei mir seit drei Tagen auf heavy rotation, weil es einfach wirklich Bombe ist. Leider gibt’s bei Youtube nicht allzuviel von ihm, aber der Track “Process Assimilate” ist reimtechnisch eine der beeindruckendsten Sachen, die ich so in letzter Zeit gehört hab. Der Rest des Albums ist sehr abwechslungsreich und würde insgesamt von mir wahrscheinlich 4,5/5 Sternen bekommen. Aber hier nun das Video:
So, und nun wünsche ich euch mal allen einen schönen Feiertag und ein erholsames Wochenende – und hoffentlich bald wieder wirklich gutes Wetter…
Peace, I’m out…
Ähm….krass, dann is wohl nix mehr mit Abends ins Cycles gehen, oder wie? Auf der einen Seite cool, auf der anderen auch wieder doof, weil mit wem soll ich denn etz dann weggehen und dummwaafen?
Egal, schön dassd überhaupt mal wieder nen Beitrag geschrieben hast, mann!
Cheeerz!