Jon’s Weblog

My life, I guess…

After exactly 9,100 Visitors… April 6, 2008

Gespeichert unter: BlaBlaBla, Events, Gejammer, Konzerte, Musik, University — jonb1982 @ 2:10

… it’s time for me to post another entry, I guess.

Tja, es ist ja nun schon eine Weile her, dass ich das letzte Mal hier etwas reingeschrieben hab. Aber: nicht annähernd so lange, wie sich ein gewisser Herr 42 Zeit lässt. Außerdem stellt sich mir momentan ständig die Frage, über was ich denn so bloggen sollte. Nun ja, ich fange wohl mal an mit dem Projekt für die letzte Semesterwoche: Das wäre dann nämlich die Hausarbeit in Frau Kleys Seminar zu den karibischen und kanadischen rewritings von “Bill” Shakespeares The Tempest. Da werde ich versuchen, gewisse Strukturen und Charaktere der Adaption von Aime Cesaire mit Hilfe von Frantz Fanons Theorien zu lesen, bzw. zu analysieren. Ich hab für den Zweck auch gleich mal drei der wesentlichen Werke von Fanon gelesen – Black Skin, White Masks, A Dying Colonialism und The Wretched of the Earth. Das war natürlich ein ganz schöner Brocken an Literatur, aber verdammt interessant zu lesen und darüber zu reflektieren. Naja, und nun werde ich das ganze dann halt in meiner Arbeit verwursten. Hoffentlich erfolgreicher, als in der Arbeit für Herrn Zapfs Seminar – das war nämlich die mit großem Abstand schlechteste Hausarbeit, die ich bisher geschrieben hab. Ich bezweifle stark, dass ich dafür nen Schein bekomme. Zwar meint nahezu jeder, der mich einigermaßen annähernd kennt, dass bei meinen Ansprüchen eine mir als “grottenschlecht” erscheinende Arbeit bestimmt trotzdem noch eine 2 vor dem Komma hat, aber: Ihr habt die Arbeit nicht gelesen. Das war wirklich elend. Das einzige, was da halbwegs gepasst hat, war das Formale. Es bleibt spannend. Ich behaupte weiterhin: bestenfalls eine 3,7 – aber ich werde euch up-to-date halten… ;)

So, dafür habe ich meinen Transatlantik-Schein in Soziologie bekommen, immerhin mit einer 1,7. Das ist für die investierte Arbeit durchaus ein gutes Ergebnis, und damit bleiben in Soziologie nur noch drei Scheine übrig. Die Einführung, in der ich ein einziges Mal anwesend war (erste Sitzung), und für die ich exakt null Sekunden gelernt habe, hab ich nämlich beim ersten Versuch wundersamerweise auch mit einer 3,3 bestanden. War auch gut, so konnte ich mir die Wiederholungsklausur sparen, für die ich eigentlich in den Ferien lernen wollte. Und wenn wir ganz ehrlich sind: Bock hatte ich eh keinen, das Zeug noch zu lernen. Dann war das so die wesentlich bessere Lösung. Und – wie immer – sind die Vorsätze fürs neue Semester besser: In die Vorlesung zur Sozialstrukturanalyse werde ich wohl etwas häufiger gehen, als in die Einführung. Sollte auch klappen, weil ich mittwochs direkt vorher schon in der Theorie-VL sitze, und dann einfach mit dem Strom der Sozi-Zweitsemester schwimmen muss um in den Hörsaal C zu kommen. Das wird schon… Und dann steht auch was besseres als ne 3 vorm Komma, denke ich mal…

Wo wir schon dabei sind: Ich werde euch hier mal meinen Stundenplan fürs neue Semester hochladen, dann könnt ihr euch den anschauen. Dazu kommen noch zwei Stunden Dienst in der Anglistik-Bib, und drei 60minütige Tutoriensitzungen, und zwar Dienstag von 18 bis 19 Uhr (KH 0.023), Mittwoch von 14 bis 15 Uhr (KH 2.014) und Donnerstag von 15 bis 16 Uhr (C 303). Alle zwei Wochen kommt dann noch die Cultural Studies Discussion Group dazu, die wohl aller Vorraussicht am Donnerstag stattfinden wird – allerdings weiß ich die genaue Uhrzeit nicht mehr (shame on me), und vielleicht ändert sich das eh noch…

Ansonsten renne ich momentan meinem Geld hinterher, dass ich mir eigentlich für meinen Feriendienst in der Anglistik-Bib verdient hätte. Es ist schon nervig, wenn man im Februar mal eben 150 Euro weniger überwiesen bekommt als erwartet. Und dann im März gar 320 Euro weniger. Nur um dann zu erfahren, dass halt noch kein Arbeitsvertrag vom Schloss gekommen ist. Aufgefallen ist das natürlich niemandem. Die Chefin, die sich eigentlich um die Verträge kümmert, meinte diese Woche lapidar “Ach, stimmt, da ist noch keiner gekommen”. Danke. Den Antrag auf Beschäftigung als Hilfskraft habe ich vor ziemlich genau drei Monaten unterschrieben – und da fällt es nicht auf, wenn dann noch kein Vertrag da ist? Man, man, man… Und dann darf natürlich ich den Leuten hinterhertelefonieren, auch wenn es meiner Ansicht nach ihr Job wäre. Das Ergebnis ist dann, dass man in der UB anruft. Dort erfährt man: “Nein, die Frau XYZ ist schon heimgegangen. Und ich kann Ihnen auch nicht helfen. Das Büro ist nämlich leer, da steht nur noch das Telefon drin”. What the fuck?? Das war um kurz nach 11 Uhr vormittags!! Naja, immerhin hab ich die gute dann einen Tag später erreicht, und sie war freundlich. Und meinte dann auch “Äh, ja, da ist vom Schloss noch nichts gekommen”. Schön. Sie wollte der Sache dann hinterhertelefonieren und sich dann bei mir melden – an sich eine sehr nette Sache. Nur dummerweise hat sie das dann weder am Donnerstag noch am Freitag getan. Tja, und so bin ich mal gespannt, ob ich mein Geld noch in diesem Leben bekomme. Oder doch erst im nächsten. Wir werden sehen…

Aber, es gibt auch noch angenehme Dinge im Leben, nicht nur das dem schnöden Mammon hinterher rennen. In den letzten Wochen habe ich festgestellt, dass es doch tatsächlich so etwas wie eine Hip Hop Szene in der Region Nürnberg gibt, und dass da auch des Öfteren große (und gute) Parties stattfinden – neben Buckshot auch wieder Soulfood im E-Werk, und zahlreiche andere Sachen. Und das sind dann auch Events, auf denen nicht diese (völlig zurecht) verrufenen Kinder in ihren netten Faschingskostümchen (die auch gemeinhin als ‘Gangsta-Klamotten’ tituliert werden) in Scharen rumrennen und mit der guten Musik von ihren Handies versuchen eine Konkurrenzveranstaltung aufzuziehen, weil “Alta, Funk is doch scheiße, ich will Gangsta sein und Gangsta-Scheiße hören, Alta!”. Ähm, ja. Sorry, ich bin gerade ein wenig vom eigentlichen Thema abgekommen. Aber das musste jetzt sein… ;) Naja, am vergangenen Wochenende gabs dann als Höhepunkt der vergangenen Hip Hop Wochen einen Ausflug nach München in die Muffathalle, wo es die jährliche “Bigger than Hip Hop” Jam zu sehen und hören gab. Ein internationales Event, wo dieses Jahr unter anderen Gruppen (aus Nepal und Senegal) auch Main Concept aus München da waren, und vor allem Dead Prez aus den USA. Black Nationalist Rap vom Feinsten – sehr hörenswert, und, nachdem ich jetzt auch mal live dabei war, absolut sehenswert. War zwar ein sehr langer Abend (um 3 Uhr gings wieder Richtung Heimat, wohin ich ein Auto mit vier schlafenden Insassen kutschieren durfte), aber auf jeden Fall definitiv lohnenswert.

Ach ja, ich hätte fast vergessen, dass ich auch auf dem ersten Poetry-Slam meines Lebens war, und zwar am 16. März im E-Werk. War ebenfalls ziemlich coole Scheiße, da werd ich wohl öfter hinschauen. Ich hatte mir das Ganze zwar etwas anders (vor allem mit weniger hohem lyrischen Niveau) vorgestellt, aber das war Hammer. Der feature poet war einer der besten Deutschlands (angeblich, und nach seiner Performance sehr gut vorstellbar), und bis auf ein, zwei Ausnahmen waren auch die Leute, die am Wettbewerb teilnahmen, wirklich gut. Die Ausnahmen waren dann immerhin noch unterhaltsam – und die Stimmung insgesamt war einfach wirklich gut. Nebenher kann man dann in der E-Werk Kellerbühne noch günstig und lecker was essen, was insgesamt einen einfach nur gelungenen und schönen Abend daraus macht. An dieser Stelle muss ich einfach mal ein dickes “Danke!” an Lisa loswerden, ohne die ich wahrscheinlich in den nächsten fünf Jahren noch nicht zu einem Poetry Slam gegangen wäre, weil ich mich sonntags immer nicht aufraffen hätte können. Aber so kann ich sagen: Gerne, jederzeit wieder. Lass uns einfach mal wieder zu so nem Event gehen… :)

Tja, das war wohl mal so das Lesenswerteste der letzten Wochen. Ich bin gerade in meiner ersten “I fuckin’ love French Hip Hop” Phase. Ich höre nahezu nur noch Zeug aus Frankreich. Keine Ahnung warum. Wohl, weil es gut ist. Und ich mittlerweile feststelle, dass ich schon ungefähr doppelt bis dreimal soviel verstehe wie vor zwei oder drei Wochen. Das ist zwar immer noch nur ein Bruchteil dessen, was die Jungs da rappen, aber immerhin: Tendenz steigend… ;)

Und nun, zum krönenden Abschluss dieses großartigen Posts noch ein Musikvideo, und zwar “Je realise” von Sinik, featuring niemand geringeren als den ziemlich bekannten James Blunt (man mag von ihm halten, was man möchte, bekannt ist er auf jeden Fall…). Das klingt zwar nach einer seltsamen Kombo, und wenn man ehrlich ist, dann ist der Song schon auch ziemlich mainstreamig (geiles Wort, gibts das eigentlich?). Aber irgendwie hör ich ihn dennoch gerne. Wohl, weil er einige Grenzen überschreitet: Hip Hop und Pop Rock, und insbesondere Frankreich und England – und das ist kulturell, historisch und politisch ja doch eine ziemlich krasse Grenze. Also gut, hier das Video:

So, und nun wünsche ich allen meinen Lesern einen schönen Sonntag, und eine schöne Woche. Und wer weiß, vielleicht komme ich ja in Zukunft doch wieder dazu, häufiger zu bloggen. Zumal das Semester bald wieder losgeht und dann hoffentlich meine gammelige und ferien-endzeitliche Depristimmung weg ist sollte das eigentlich drin sein…

Und: Peace, I’m out… (thanx to Tim for quoting me, by the way!)

 

2 Responses to “After exactly 9,100 Visitors…”

  1. Aless Says:

    Mensch, auf so nen Poetry Slam wolt ich auch schon immer mal. Sag Bescheid, wenn was geht.

    Dein Stundenplan geht übrigens gut konform mit meinem… Gutes Zeichen ;)

  2. Marc Says:

    Wow, dafür, dass du überlegen musstest, was du denn eigentlich Bloggen sollst, ist’s dann doch recht viel geworden. Poetry Slam hörte sich irgendwie immer nach nicht viel an.. aber vllt ist’s ja doch mal sehenswert.

    Ansonsten wünsch ich noch nen schönen Start ins neue Semester.
    Gruß, Marc


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