Vom Polizeigriff zum Übergriff…
Verfasst von jonb1982 am März 10, 2008
… ist der Titel einer Ausstellung, die derzeit in der Erlanger Innenstadt auf den sonst für Veranstaltungen oder Wahlplakaten reservierten Plakatwänden zu sehen ist. Ich bin heute gerade zufällig auf dem Weg in die UB an einer solchen Plakatwand vorbeigelaufen und fand das eine sehr interessante Sache, die ich hier einfach mal in der “Welt” (oder auch in dem mickrigen Kosmos meiner Blogrezipienten) bekannt machen wollte. Leider sind die Dinger nämlich nicht furchtbar auffällig, da man im Normalfall gewohnt ist, diese Plakatständer auf Grund der zumeist entweder völlig irrelevanten, abstoßenden oder hirntötenden Veranstaltungen, die da beworben werden, schlicht und einfach zu ignorieren. In diesem Fall lohnt es sich aber auf jeden Fall, mal ein wenig stehen zu bleiben und sich das anzuschauen. Diese “Ausstellung” (die Bezeichnung ist ein wenig verwirrend - aber wenn man sich die Erlanger Innenstadt einfach mal als großes Freilichtmuseum vorstellt gehts schon wieder…) läuft noch bis zum 30. März, und es gibt wohl auch zwei Veranstaltungen im Rahmen der ganzen Sache, von denen eine wirklich recht interessant klingt. Ein Satire- und Kurzfilmabend zu den Themen Überwachungsstaat und neue Stadtplanung am 26.3. wäre auf jeden Fall etwas, das ich mir vielleicht zu Gemüte führe, wenn ich an dem Abend Zeit finden sollte… Gut, nun genug der informativen Propaganda. Und noch ein paar kleine Bits an Info aus meinem momentanen Leben…Tja, als erstes wäre da wohl zu erwähnen, dass es diese Woche ein wenig stressig wird. Am Freitag ist Abgabetermin für die Hausarbeit bei Herrn Zapf, und da muss noch einiges an Zeichen in den Laptop gehackt werden, bis die fertig ist. Naja, angeblich arbeite ich unter Stress ja immer am besten - wollen wir mal schauen, ob sich diese Einbildung meinerseits auch als Wahrheit herausstellt. Was das Ganze etwas erschwert ist die Tatsache, dass ich diese Woche wieder einmal arbeiten darf (muss?), täglich von 14 bis 19 Uhr in der Anglistik-Bib. Und abgesehen davon, dass die Stimmung da eh ein wenig angespannt ist momentan ist es wohl auch so, dass es nicht erwünscht ist dort einen Laptop aufzustellen und an einer Hausarbeit zu schreiben. Man könnte ja zu sehr abgelenkt sein und daher nicht mehr in der Lage potentielle Bücherdiebe in heroischer Art und Weise aufzuhalten. Sollte hier nun jemand meinen, einen ironischen Unterton erkannt zu haben: Damn right.
Naja, das Wochenende war aber immerhin eine sehr angenehme Sache - also nochmal eine schöne Zeit, bevors wieder in den Alltagsstress geht jetzt. Am Freitag hab ich mal wieder eine ganze Menge Leute in Neuendettelsau gesehen, die ich leider viel zu selten sehe in der letzten Zeit - unter anderem Bora, der jetzt tatsächlich seine Gitarrenschule in Gunzenhausen aufgemacht hat. Ja, an dieser Stelle sei ein wenig Werbung erlaubt: Sollte jemand aus der Gegend dort Gitarre lernen wollen, dann geht dahin. Ihr werdet wohl selten nen cooleren Gitarrenlehrer finden können, behaupte ich mal. Naja, es wird da wohl auch mal nen Tag der offenen Türe geben, für den ich dann auch nen kleinen Pressetext schreiben soll. Bin mal gespannt, anschauen werde ich das auf jeden Fall mal an diesem Tag. Man will ja auch wissen, was der gute Bora so tut, wenn er nicht gerade in seiner Reggae-Kombo am Bass zupft oder mit Pull Coverrock spielt…
Naja, am Samstag war dann ein richtig netter Tag. Bin mit Lisa nach Nürnberg reingefahren, nur um in Stein festzustellen: Ich Trottel hab mein Handy in ND liegen lassen. Also nochmal zurück, und wieder auf nach Nürnberg. In Schweinau sind wir dann in die U-Bahn (das steht nur da, weil ich weiß, dass Tomi beim Thema U-Bahn feuchte Träume bekommt…) und in die Stadt gefahren, waren ein wenig unterwegs und haben zum krönenden (vorläufigen) Abschluss noch im Treibhaus gegessen. Und whoa - saulecker, sauviel, und dafür echt günstig. Kann ich nur weiterempfehlen. Naja, dann auf nach Erlangen, nur um von dort kurze Zeit später (kurz nach 12) wieder mit demZug nach Nürnberg zurückzufahren - mit Fabi und Max im Gepäck. Dann bis zum bitteren Ende (das nicht wirklich bitter war) auf Buckshot im Stereo Deluxe zu HipHop Klängen gefeiert. Und das ohne den Kindergarten, der üblicherweise auf sowas rumläuft - Einlass ab 21 hat halt auch durchaus seine Vorteile…
Dann noch ein wenig Zeit totgeschlagen, ich bin im Burger King am Hbf noch schön ignoriert worden von der Bedienung (danke, Arschloch! - hach, jetzt gehts mir besser), und mit dem ersten Zug in der Frühe wieder heim. War ne lange Nacht, aber sehr cool… Naja, gestern war ich dann ein wenig am Arsch gegen 17 Uhr. Aber nachdem ich Bernd schon zugesagt hatte, dass ich zum Spiel Möhrendorf vs. Cosmos Herzogenaurach komme, musste ich mich aufraffen. War auch gut, weil die eh noch einen am Kampfgericht gebraucht haben. Danach bin ich dann aber einfach nur tot ins Bett gefallen und hab gepennt, bis mich heute um 7.30 Uhr die Handy-Erinnerung an die CASSY-Anmeldung aus dem Bett getrieben hat. So, und nun gehts wieder an die Arbeit.
Ich wünsche euch allen nen guten Start in die Woche, und vielleicht schreib ich auch nochmal was. Falls ich gerade mal bei der HA nicht vorankomm und ne Ablenkung brauch - und das ist recht wahrscheinlich… ![]()
März 10, 2008 um 4:43 Uhr nachmittags
handy sind einfach scheiße unromantisch…
März 11, 2008 um 1:34 Uhr nachmittags
Also ich find ja gerade Nokia- und Siemenshandys sehr romantisch, ja urromantisch. Verweisen sie doch als Symbole auf die leeren Werkhallen, Gänseblümchen und Löwenzahn blühen in der Betonritze, leise klagt der Wind das Lied vergessener Zeiten, man hört die Geister der Maschinen und ihrer Bedienungen, und tief im Keller bei der Heizungsanlage, sitzt Marxarossa und schwafelt von den Heeren der revolutionären Massen, die in Strömen von Blut das Neue Zeitalter, das Paradies auf Erden erstreiten!
Hach…
Wenn mir ein paar Reime einfallen, komm ich nochmal vorbei.
März 11, 2008 um 3:49 Uhr nachmittags
jon hat weder ein nokia, noch ein siemens… von dem her: ein handy ist sau unromantisch.